Mückenburg

Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Das Haus und die Schützen

 

 

zu 1.: Allgemein

Das "Haus Mückenburg" ist ein denkmalgeschütztes Profangebäude in der Fritz-Thomee-Straße. Die Baugruppe besteht aus mittelalterlichen und neuzeitlichen Teilen. Sehenswert sind auch die geschmiedeten Spiralgittertore.

 

 

zu 2.: Heute in Altena

Das Haus ist unter der Nummer A-20 in der Denkmalliste der Stadt Altena aufgenommen.

 

Bis zu seinem Tod, vor dem Schützenfest 1988, wohnte der Adjutant Peter Klincke (Schützenkönig 1979) in dem Haus.

 

Nach dem Tod seiner Witwe wurde das Haus 2004 zum Verkauf angeboten und vom damaligen Bürgermeister erworben.

 

 

zu 3.: Geschichte

Die Mückenburg war ursprünglich ein mittelalterlicher Turmbau am Totschlag, der damals engsten Stelle am Aufgang zur Burg Altena. Es ist daher zu vermuten, dass die Mückenburg zum äußeren Befestigungssystem der Burg gehörte. Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgten zahlreiche An- und Umbauten.

 

Das Haus erhielt seine heutige Erscheinungsform im Jahre 1919. Dabei ließ sich der Hausherr vom Eindruck der Neuschöpfung von Burg Altena leiten und er interpretierte das Haus als mittelalterliche Vorburg der gräflichen Burg. Bemerkenswert ist die barocke Tür mit Ober- und Seitenlichtern.

 

 

zu 4.: Das Haus und die Schützen

Im Schützenfestjahr feiert der 1. Zug (Totschlag) ein Hoffest an der "Mückenburg". Das Hoffest geht vermutlich auf Peter Klincke zurück, der 1950 für den Zug Totschlag im Hofstaat war und ab 1956 dort das Amt des Zugführers bekleidete.

 

Im Jahr 2012 berichtete Fabian Pfaffendorf für die Westfälische Rundschau darüber, dass das Schützenfest in wenigen Tage beginne und die Mitglieder der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft das Feiern proben. Auch der erste Zug "Totschlag" der Kompanie Freiheit bildete da keine Ausnahme. Die Schützen feierten mit ihren Familien an Samstag den Abschluss der Kränzebinderzeit und trafen sich zum Hoffest traditionell auf der Mückenburg. Bei strahlenden Sonnenschein feierten die Kränzebinder mit Freunden und Gästen gemäß dem Kompanie-Motto „ ...alle die vom Feiern träumen, sollen die Freiheit nicht versäumen...“ bei Schlagern und Fetenhits. Für das leibliche Wohl gab es frisch gegrillte Steaks und Würstchen, die sich die Schützen bei kühlen Bier schmecken ließen. Zugführer Hans-Werner T. bedankte sich besonders bei dem Besitzer der Mückenburg, der den Hof für das Fest zur Verfügung gestellt hatte.

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Christian Klimpel / 2020; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

 

Quellen:

- Archiv der FWG

- Wilhelm Simons; Altena und seine Schützen; 1967

- Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

- Festordnungen von 1950-heute

- Stadtarchiv Stadt Altena

- Chronik der Stadt Altena

- Kreisarchiv MK

- Westfälische Rundschau

- Altenaer Kreisblatt

- www.wikipedia.de

- www.klimpelsjunge.jimdo.com

- De Rammuthe - Zeitschrift des Heimat- und Bürgervereins Rahmede

- Richard Althaus; Altena - Anekdoten und alte Bilder aus Stadt u

 

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