Frauen

Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

 

 

zu 1.: Allgemein

Das Wort Frau stammt vom dem mittelhochdeutsch Wort frouwe und dem von althochdeutschen Wort frouwa ab, was soviel bedeutet wie „Vornehme, hohe Frau, Herrin. Heute bezeichnet der Begriff einen weiblichen, erwachsenen Menschen.

 

 

zu 2.: Heute in Altena

Nadine Hampel schreibt 2010 in ihrem Buch "Das Schützenfest als kultureller Sonderfall": "Die Wahl einer Königin ist daher auch nur eine Sache der Tradition und der Vervollkommnung des Brauches, in keinem Fall eine Aufnahme."

 

Frauen können keine Mitgliedschaft in der FWG erwerben, zu gesellschaftlichen Anlässen jedoch zugegen sein.

 

Gesellschaftliche Anlässe umfassen u.a. das Kränzebinden, das Grünbinden, den Kronenabend und die Party im Festzelt sowie viele andere Programmpunkte des Schützenfestes und der Kompaniefeste. Viele dieser Veranstaltungen wären ohne die Anwesenheit und Unterstützung der Frauen heute gar nicht mehr vorstellbar oder durchführbar. Frauen brauchen daher beim Schützenfest kein Eintrittsgeld für das Festzelt bezahlen.

 

Frauen können also in vielfältiger Form in der FWG mitwirken, ihr jedoch nicht als Mitglied beitreten und somit kein Schütze werde. Menschen, die dem Schützenwesen nahestehen und die die Festvorbereitungen unterstützen ohne Mitglied der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft zu sein, werden in der Schützensprache als "Kränzebinder" oder "Kränzebinderinnen" bezeichnet.

 

In vielen Zügen und Kompanien haben sich auch Frauenstammtische o.ä. gebildet.

 

 

zu 3.: Geschichte

Gesellschaftlich wurden Frauen auch in Deutschland über einen sehr langen Zeitraum benachteiligt.

 

In der Geschichte der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft wird erstmals 1869 eine Frau überhaupt erwähnt.

Damals wurde Wilhelmine Bergfeld zur ersten Schützenkönigin der FWG proklamiert. Ihr zur Seite wurden zwei Hofdamen gewählt. Deren Anzahl wuchs beim Schützenfest 1873 auf 12 Hofdamen an, die täglich gewechselt wurden.

 

Aber nicht nur diese Damen konnten sich beim Schützenfest beteiligen. Seit Beginn des Kränzebindens war es üblich, dass sich dort nur Unverheiratete trafen. Alleinstehende jungen Damen waren den Junggesellen beim Kränzebinden und beim Kronenabend also schon immer sehr willkommen.

 

Im Jahre 1900 legte der Vorstand jedoch fest: „Die Bewirthung der Jungfrauen gelegentlich des Ehrenpfortensetzens darf über 6 Uhr nachmittags hinaus nicht ausgedehnt werden.

 

Spätestens ab den 1970iger Jahren lockerte sich der Brauch immer mehr. Heute sind Menschen jeden Alters und Geschlechts beim Kränzebinden und Kronenabend willkommen. Auch die sexuelle Orientierung spielt überhaupt keine Rolle.

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Christian Klimpel / 2020; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

 

Quellen:

- Archiv der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft

- Wilhelm Simons; Altena und seine Schützen; 1967

- Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

- Kreisarchiv Märkischer Kreis

- www.wikipedia.de

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