Am scharfen Eck

Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Die Gaststätte und ihre Wirte

5. Das Haus und die Schützen

6. Weitere Links zu diesem Thema

 

 

zu 1.: Allgemein

Eine Google-Recherche ergab, das "Am scharfen Eck" ein häufiger Name für Gastronomiebetriebe ist. Scharfeneck kommt auch als Familienname vor und ist ein Ortsteil in Albaching / Bayern.

 

 

zu 2.: Heute in Altena

Die Bezeichnung "Am scharfen Eck" für den Übergang zwischen Rahmedestraße und Lüdenscheider Straße ist in Altena weitgehend aus dem Sprachgebrauch verschwunden.

 

 

 

 

 

 

zu 3.: Geschichte

"Am scharfen Eck", auch bekannt als "Blancke" oder "Sitten Willi", ist eine ehemalige Gaststätte im ehemaligen Haus Rahmedestraße 2 in Städtisch Rahmede. In früheren Zeiten lautete die Adresse dieses Gebäudes auch Rahmede 662 und Lüdenscheider Straße 32.

 

Das Haus wurde 1861 zunächst als Wohnhaus errichtet. Es wurde dann aber von Arnold Hesse als Gaststätte eingerichtet und 1871 mit dem Anbau einer "Wirthschaftsstube" erweitert. Ab 1887 befand sich dort die Haltestellen-Gaststätte "Steinerne Brücke" der Kreis-Altenaer-Eisenbahn. 1898 wurde sie in die Wirtschaft Wilhelm vom Hagen verlagert, Fahrkarten konnte man "Am scharfen Eck" jedoch noch bis 1908 kaufen.

 

1952 konnten die Sportler vom TV Städtisch-Rahmede die Gaststätte "Zur Linde" nicht mehr nutzen. Sie erwählten den Gasthof Blanke von 1952 bis 1958 zu ihrem Vereinslokal und Trainingsraum.

Das Haus befand sich am Übergang von der Rahmedestraße auf die Lüdenscheider Straße, rechts neben dem Tunnel der Kreis-Altenaer-Eisenbahn (KAE), gegenüber der Einmündung zur Südstraße. Zum Ausbau der dortigen Landstraße wurde das Haus zwischen 1971 und 1981 abgetragen.

 

 

zu 4.: Die Gaststätte und ihre Wirte

Auf einer Fotografie des Hauses ist die Jahreszahl 1828 am Giebel erkennbar. Sie soll offenbar Hinweis auf das Erbauungsjahr geben.

 

Recherchen im Stadtarchiv ergaben jedoch, dass Arnold Hesse das Haus 1861 errichten und 1871 als Gaststätte erweitern ließ.

 

Bei der Volkszählung 1880 bewohnte Arnold Hesse das Haus (Rahmede 662) selbst.

 

Bei der Volkszählung 1895 ist Gustav Möllhoff für dieses Haus gemeldet. Er übernahm die Gastwirtschaft ab 1891.

 

Im Jahre 1898 wurde die Wirtschaft von Ernst Wirths geführt. Dieser wechselte später zur Burgschenke.

 

Im Jahre 1900 übernahm Wilhelm Blancke das Gasthaus und führte es unter dem Namen "Gasthof zur Steinernen Brücke".

 

Ab 1936 übernahm sein Sohn Hans Blancke den Betrieb und "Blancke am Eck" wurde ein fester Begriff.

 

Am 05.01.1956 verpachtete Luise Blancke den Gasthof an das Ehepaar Karl Schönenberg.

Es folgten noch weitere Pächterwechsel bis die Gaststätte Ende der 1970er Jahre geschlossen und abgerissen wurde.

 

 

zu 5.: Das Haus und die Schützen

Ob sich die Kränzebinder/innen der Kompanie Rahmede in der Gastwirtschaft trafen, ist nicht überliefert.

 

 

 

 

 

 

 

 

zu 6.: Weitere Links zu diesem Thema

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Christian Klimpel / 2020; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

 

Quellen:

- Archiv der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft

- Wilhelm Simons; Altena und seine Schützen; 1967

- Stadtarchiv der Stadt Altena

- Kreisarchiv Märkischer Kreis

- www.str-altena.de

- De Rammuthe - Zeitschrift des Heimat und Bürgervereins Rahmede

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