Kölsche Joe

Übersicht

1. Allgemein

2. Heute in Altena

3. Geschichte

4. Die Gaststätte und ihre Wirte

5. Das Haus und die Schützen

 

 

zu 1.: Allgemein

"Zum Kölschen Joe" ist eine ehemalige Gaststätte im Haus Hegenscheider Weg 2 und liegt im Stadtteil Mühlendorf am Linscheider Bach.

 

 

zu 2.: Heute in Altena

Heute wird das Haus augenscheinlich nicht mehr als Gaststätte genutzt.

 

 

zu 3.: Geschichte

Über die Geschichte des Hauses liegen dem Autor zur Zeit nur wenige Informationen vor. Nach vorliegenden Fotografien bestand das Haus ursprünglich aus einem Altbau. Darin gab es 1913 auch Lichtspielaufführungen. In den 1960iger / 70iger Jahren wurde die Gaststätte um einen Saalbau mit Kegelbahn erweitert.

Um 1965/66 entstand eine CALTEX-Tankstelle auf dem Platz vor dem Saalbau.

Der Tankstellenbetreiber hieß Günter Kind. Er übergab das Geschäft später an Hans-Werner R. Sein Nachfolger wurde Herr Z., bevor sie 1974 wieder abgebrochen wurde.

 

 

zu 4.: Die Gaststätte und ihre Wirte

Im Jahr 1900 war Gustav Marlinghaus der Gaststättenwirt.

 

1913 warb ein Inserat für "Beckers Lichtspiele" am Linscheider Bach. Ob Becker damals der Gastwirt oder nur der Filmvorführer war, ist nicht bekannt.

1943 firmierte das Haus jedenfalls unter Schenkwirtschaft Friedrich Bäcker.

 

1958 übernahm Josef Bardenheuer das Gasthaus und nannte es "Zum Kölschen Joe". Joe Bardenheuer kam ursprünglich aus Köln. Seine Frau war Dahlerin und so betrieb er einige Zeit das Gasthaus Pleuger, bevor er die Wirtschaft im Mühlendorf übernahm. 1950 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Karnevalsverein "Dat sin se".

 

1969 war Joe Bardenheuer immer noch der Wirt im Kölschen Joe.

 

1972 hieß der Wirt Bienhaus. Er betrieb auch die Trinkhalle im nahgelegenen Freibad Linscheid.

 

Um 1985 kaufte die Familie G. das Haus und übernahm auch die Wirtschaft. Zwischen 2006 und 2009 mussten sie die Gaststätte jedoch schließen.

 

 

zu 5.: Das Haus und die Schützen

Spätestens ab 1973 erkoren die Züge 2-4 der Kompanie Mühlendorf den "Kölschen Joe" als Kränzebinderlokal und blieben der Gaststätte bis 2009 treu.

Im letzten Jahr war das Gasthaus zwar schon geschlossen, jedoch vermietete die Wirtefamilie den Kränzebinder/innen den Saal, in dem sie sich in Eigenregie versorgten. 2012 erfolgte der Lokalwechsel ins Thomas-Morus-Gebäude.

 

In einer Email an der Autor erinnerte sich Altkönig Fritz-Uwe Finkernagel im Jahr 2016 an seine Zeit als Jungschütze:

"Bei dem ersten Kränzenbinden, an dem ich 1973 im "Kölschen Joe" teilgenommen habe, wurde noch mittwochs und samstags gebunden. Es gab dabei schon eine „Live-Band“ und zwar spielte Herr Hasenfuß auf seinem Akkordeon. Später wurde er durch Toni M. mit seiner „Rollenden Disco“ abgelöst. Toni war der erste DJ in Altena und fand bald Nachahmer“, z.B. Klaus N. (der bei uns im Kölschen Joe spielte) und Horst Lapp. Einige Male wurde auch bei „Panne im Gehegde“ gefeiert."

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Christian Klimpel / 2020; Mailto: christian.klimpel@gmx.de

 

Quellen:

- Archiv der FWG

- Wilhelm Simons; Altena und seine Schützen; 1967

- Stadtarchiv Stadt Altena

- Chronik der Stadt Altena

- Kreisarchiv MK

- Fritz-Uwe Finkernagel; per Email; 2016

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